Toskanaküste und Elba

 

Anfang Oktober wollen wir nochmals die Toskanaküste von Livorno bis Piombino hinunterradeln und nach Elba übersetzen. Die erste Tour 2017 war herrlich und hat jeden begeistert. Auf dem Weg dorthin nehmen wir viel Sehenswertes mit: Große Namen wie Volterra und San Gimignano, die Weinbaugegend um Bolgheri, weite Strände von Cecina bis zum Golfo di Baratti, viel Kultur am Wegesrand. Auf Elba statten wir Napoleon einen Besuch ab und machen zwei weitere Traumtouren entlang der Küste. Ich plane 7 Fahrtage und ein bis zwei Pausentage. Gepäcktransport wird organisiert

 

Wir radeln tagsüber oft im Hügelland und sind abends meist am Meer. Die Strecken sind  anstrengend, Radwege gibt es keine. Es bleibt viel Zeit, um baden zu gehen.

 

Italien ist Anfang Oktober herrlich. Die Sommerhitze ist vorbei, aber es gibt noch viel, viel Sonnenschein. Es hat angenehme 25 Grad und da das Meer wie eine Wärmflasche wirkt, kann man abends noch gut draußen sitzen. Der Tourismus ist abgeklungen. Die Strandschirme sind abgebaut,  es kehrt wieder Gelassenheit ein. Dazu ist viel Obst und Gemüse reif und man könnte sich den ganzen Tag nur von Trauben, Feigen, Melonen und Kaki ernähren. Nichtsdestotrotz gehen wir abends vorzüglich landestypisch essen.

 

 

Die Reise hat folgende Rahmendaten:

 

An/Abreise mit Bus:

Hinfahrt Sonntag 30. September 2018 (Nachtfahrt)

Rückfahrt Dienstag 9. Oktober 2018 (Tagfahrt)

 

7 Fahrtage mit 47 bis 75 km und 400 bis 1.400 Hm - also nichts für Ungeübte.

Ein fester Ruhetag auf Elba, ein weiterer in Volterra möglich.

 

Gruppengröße: 20-25 nette Leute

 

gute, landestypische Hotels

Frühstück im Hotel, mittags Picknick, abends 3x im Hotel, sonst in landestypischen Trattorien: Fisch, Fleisch, Pizza, Pasta... alles was Italien zu bieten hat.

 

Preis: 1.095 € pro Person im Doppelzimmer, Einzelzimmerzuschlag  150 €

 

Reiseleiter: Gerhard Veits und Christoph Herr - das bewährte Team ;-)

 

Buchung ausschließlich über ADFC Baden-Württemberg  ab 3. Dezember 2017

Infos über die Anmeldesituation finden sich in den news.

 

 

Für die Profis sind nachfolgend die geplanten Streckenabschnitte ausführlich dargestellt und beschrieben. Aber Vorsicht: Die von bikemap berechneten Höhenmeterangaben stimmen nicht immer mit den wirklich zu fahrenden überein.

Der Bus setzt uns morgens in Lorenzana ab. Wir frühstücken in der Bar und freuen uns, dass es nach der langen Busfahrt endlich los geht. Los geht's wellig den Hang der ersten Hügelkette hoch, schöne Meerblicke, ruhige Strecke. Bis zum mittäglichen Picknick bewältigen wir den Hauptteil des Anstieges, der recht gut zu fahren ist. Picknick in Castellina unter Platanen, dann lange, lange Abfahrt über Riparbella ins Cecinatal. Bis dahin kaum Verkehr, dafür schöne Toskanalandschaft. Nach Cecina rein auf der Hauptverkehsrstraße bis zur Fußgängerzone am Strand. Schnell einchecken, Badesache raus und ab ins angenehm warme Meer. Ein herrlicher erster Tag, so kann es weitergehen
Morgens schnell noch das Picknik einkaufen. Dann geht es auf Nebenstraßen durch die in dieser Jahreszeit schon recht verlassene Strandmetropole. Es erwartet uns der erste Anstieg bis zum Cappuccino nach Guardistallo. Oben auf der Piazza finden wir eine urige Bar in mitten eines sehenswerten Gebäude-Ensembles. Danach radeln wir wellig und ruhig durch schöne Toskanalandschaft. Picknick in Saline di Volterra. Am Nachmittag wartet der steile aber nie zu steile Anstieg nach Volterra auf uns. Postkartenblicke auf der ganzen Strecke, verschiedenste Ockertöne. Das Ziel fest im Auge ist das eine sehr abwechslungreiche und beeindruckende Auffahrt. Oben treffen wir auf eine der schönsten Kleinstädte Italiens. Wir drehen eine Runde durch die Altstadt, bestaunen den Belvedere und die Piazza dei Priori. Vielleicht machen wir einen Abstecher zum Teatro romano oder werfen einen Blick ins Alabastermuseum. Wie auch immer, zum Schluß geht es in unser aussichtsreich gelegenes Hotel - und schon das alleine wäre die ganze Mühe Wert gewesen.
Einmal San Gimignano und zurück: 60 km und 1.200 Hm. Lohnt sich das? Ja, und wie sich das lohnt! Die Stadt der Geschlechtertürme muss man gesehen haben, das weltberühmte Schokoladeneis auf der Piazza della cisterna probiert haben und vor allem die Landschaft der zentralen Toskana genossen haben. Dafür nehmen wir etwas Verkehr, viele Auf und Abs und auch einen Haufen Touristen in Kauf. Abends werden wir hellauf begeistert und voller Eindrücke wieder zurück in Volterra sein. Die Tour begeistert durch die unterschiedlichen Perspektiven auf das mittelalterliche Manhattan ebenso wie durch berauschende Fernblicke nach Volterra.
Heute geht's zurück ans Meer, das uns ab dann nicht mehr hergibt. Zunächst eine rauschende Abfahrt bis Saline, lebhaft weiter bis Ponteginnori, dann ruhig und fast vertäumt bis vor Casale marittimo. Um einen der idyllischten Plätze Italiens für eine Kaffeepause zu erreichen, geht es 50 m hoch, die niemand bereuen wird. Danach ärgert uns die wellige Weinbaugegend bis zum herausgeputzten Bolgheri, wo wir im lebendigen Stadtpark Picknick machen. Ab jetzt Genußradeln bis nach San Vincenzo, wo wieder einmal ein herrlicher Strand direkt vorm Hotel auf uns wartet.
Heute steht eine relativ flache und bis auf die letzen Kilometer auch ruhige Etappe an. Wir verlassen San Vincenzo Richtung Hügelland und radeln 10 km bis Campiglia Marittima. Schönes Städtchen, herrliche Aussicht, das kennen wir jetzt schon. Abwärts durch Olivenhaine und Weinberge nach Venturina Terme, wo der 2. Cappuccino auf uns wartet. Dann eben raus zum Golfo di Baratti, wo wir einen der schönsten Badeplätze finden, die ich kenne. Unter Pinien machen wir mittag und lassen die Seele baumeln. Wer Lust hat, macht mit mir einen Abstecher hoch in die Etruskerstadt Populonia. Nachmittags brechen wir auf zum Fährhafen in Piombino. Leider ist das eine große und laute Strecke, die wir das Ziel Elba vor Augen aber mit Gelassenheit meistern. Schnell durch das industrielle Piombino zum Fährhafen und dann belohnt uns die 1-stündige Überfahrt nach Elba. Die Inselhauptstadt Portoferraio ist lebendig und leider auch verkehrsreich. Zuerst gehen wird das beste Gelato der Insel essen, dann fahren wir nochmals 6 km verkehrsreiche Ausfahrt zu unserer Unterkunft, die traumhaft und völlig ruhig in der Bucht liegt. 60 km, 500 Hm. Dort bleiben wir 4 Nächte.
Eine farbenprächtige Tour durch die ehemaligen Eisenerzabbaugebiete im Osten der Insel erwartet uns heute. Verkehrsreich müssen wir bis Porto Azzuro die Insel queren, danach haben wir Elba für uns alleine. Erster Anstieg nach Rio nell' Elba mit seinen wunderschönen bunten Häusern und gleich wieder runter nach Rio Marina. Dort erste Pause am Meer. Wellig und immer spektakulärer geht's nun die Küste entlang zur Nordspitze, die wir in Cavo erreichen. Dort Picknick am Strand. Langer, aber gemäßigter Nachmittagsanstieg zurück nach Rio, wo wir jetzt den hübschen Ortskern ansteuern. Danach bringt uns der steile Anstieg zum Volterraio-Pass in Schwitzen, der aber traumhafte Blicke auf die Bucht von Portoferraio eröffnet. Der Rest ist nur noch eine genußvolle Abfahrt bis zu den Toren unseres Hotels.
Die West-Runde ist die anspruchvollste Strecke der Reise, aber eine die man nicht vergisst. Entgegen der Berechnung sind es nur 1.200 Hm auf 74 km. Bis Marina di Campo plagt uns etwas der Verkehr und eine erste Steigung. Danach geht es lange ruhig und ausssichtsreich immer der Küste entlang. Kleine Örtchen, schöne Strände und viel Natur. Wir suchen uns einen schönen Picknickplatz mit Meerblick. Danach folgt ein längerer Anstieg bis Marciano, dann steil runter an die Ostküste. Ab Procchio hat uns die Zivilisation wieder und ab Portoferraio auch wieder der Verkehr.

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Kommentare: 1
  • #1

    Helmut Hauer (Montag, 15 Januar 2018 18:11)

    Grüß Gott Herr Dr. Veits,
    Ihre obenstehende Schilderung hat mich begeistert und ich habe mich daraufhin gleich erfolgreich angemeldet. Die ersten 100 Trainings-km habe ich dieses Jahr auch schon hinter mir.
    Da ich noch nie in Pisa war, würde ich es sehr schön finden, wenn wir der Stadt zumindest einen Kurzbesuch abstatten könnten, ggf. auch per Bus bei der Anreise.
    Gruß + einen erlebnisreichen, unfallfreien Fahrradsommer
    Helmut Hauer