Venetien & Po-Ebene

Vom Gardasee durch die Poebene nach Venedig

 

Eigentlich war es der Anschluß zu unser Frühjahrstour entlang der Etsch, die wir im Frühjahr gefahren waren. Wer jetzt Mitte September die Poebene Richtung Adria quert, der fährt durch ockerfarbene Felder, schwer behangene Obstplantage und pralle Weinberge. Auch nach Verona immer im Blick die letzten Ausläufer der Alpen.

 

Trento Von unserem Startpunkt Trento sind wir nach einem Abstecher an den Gardasee zurück ins Etschtal gefahren. Bis vor Verona existiert ein separater Radweg oder man kann auf Nebenstraßen fahren. Ab Verona nehmen die meisten Radler dann die nördliche Route über Vincenza nach Venedig. Wir wollten aber weiter an der Etsch entlang nach Süden und über Montagnana über die Colli Euganei zu unserem Zielort Padua, der uns ein günstiger Ausgangspunkt für die Besichtigung Venedigs erschien - und es auch war. Nur schön war er nicht! Wohin noch in Italien?

 

Verona muß man natürlich gesehen haben. Aber außerhalb der Festspiele bitte, ansonsten "tutto esaurito". Uns hat der herbe Charme dieser Stadt gefallen, ohne dass sie uns ganz und gar in ihren Bann gezogen hätte.

 

Durch gelbe Erbsenfelder mit Alpenblick Hat man erst einmal das Verkehrschaos von Verona hinter sich, so radelt man ziemlich unbehelligt durch gelbe Erbsenfelder, riesige Kiwi- Apfel- und andere Obstplantagen. Vor allem im Spätsommer oder Herbst eine durchaus vergnügliche Angelegenheit. Im Sommer dagegen ist von der Dunstglocke Poebene absolut abzuraten.

 

Warum ein verfallenes Haus immer unseren Blick so auf sich zieht und so viele Leute ihr Glück darin finden, eine verlassenes Landhaus in Italien zu erwerben und zu sanieren?

 

Auch uns zieht es immer wieder in seinen Bann und wie hier ist das im Vorbeifahren gemachte Foto wohl eines der schönsten.

 

in der Poebene

 

Colli Euganei all' alba (im Morgengrau) Eigentlich ist in der großen Ebene zwischen Po und Etsch ja alles flach. Außer den alten Vulkankegeln der Colli Euganei, die sich vor Padua majestätisch erheben. Bis zu 400 m hoch muss man für einen Ausblick, der sich dann bis zum Meer erstreckt. Ein landschaftliches Highlight, das die in der ebenen Poebene ungewohnte Mühe lohnt. Etwas Kondition muss man allerdings mitbringen, die Steigungen sind heftig. Die dahinter gelegene Thermalbäder Abano und andere fanden wir dagegen langweilig, auch wenn sie viel Werbung im web für sich machen. zum Italien Info-Pack:

 

Es gibt nicht so viel Spezielles in der stark landwirtschaftlich geprägten Ebene. Außer den alten Venezianischen Villen, die hier ebenso wie an der nördlich gelegenen Brenta ab und an am Wegesrand zu sehen sind. Nur Mut, meist sind sie etwas versteckt und umzäunt. Aber man kann ja fragen.

 

Montagnana Montagnana war die städtebauliche Entdeckung schlechthin. In den meisten Reiseführern nur mit ein paar Anmerkung hinsichtlich der imposanten Stadtmauer erwähnt, fanden wir ein intaktes Städtchen mit viel Flair, schönen Plätzen und Gebäuden und eben italienischem Leben. Einzig das Auffinden eines akzeptablen Hotels war mit etwas Aufwand verbunden - die Kehrseite des geringen Tourismus.

 

zurück Venedig war das krönende Ziel dieser Tour. Und im September auch von der Anzahl der Besucher erträglich. Vor einem wollen wir jedoch alle Radler mit diesem Ziel warnen. Versucht nicht diese Stadt mit dem Rad zu erreichen, der Verkehr auf den letzten Kilometern ist unererträglich, die Landschaft völlig verbaut und eine Stadt zu Wasser einfach fürs Fahrrad nicht geeignet. Gute Erfahrungen haben wir damit gemacht, uns einige Tage in Padua einzunisten und Venedig als Tagesausflügler zu erkunden.

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