Etschtal

Etschtal 18. bis 24. März 2001

 

Die Etsch und der sie teilweise begleitende Radweg führt vom Reschenpaß (1.500 m) abwärts durchs Vinschgau ins Meraner Becken. Von dort ist es ein Katzensprung nach Bozen oder an den Kalderer See. Südlich - im letzten Teil Südtirols - folgen die an den Hängen gelegenen Weindörfer Tramin und Salurn, bis mit dem Übergang ins Trentino der deutsche Sprachraum endet und Italien spürbar beginnt.

 

Es ist eine wenig anstrengende, überwiegend von Abfahrten geprägte Tour, die wir bewußt um einige Ausflüge mit einigen Höhenmetern ergänzt haben.

 

Die Anreise ist zu dieser Jahreszeit nicht ganz einfach. Bis Landeck im Inntal gibt es von Deutschland aus eine attraktive Bahnanbindung. Dann aber ist Schluß und man muß die 800 Höhenmeter bis zum Reschenpaß, auf dem noch Schnee liegt, entweder mit dem Postbus inklusive Radtransport überwinden oder sich aber abstrampeln. Das wollten wir uns bei unserer ersten Frühjahrstour noch nicht geben und haben deshalb über den Tourenveranstalter HIKBIK einen Transfer organisiert.

Etschtal Das Vinschgau ist der landschaftlich schönste Teil der Strecke, für den man sich ruhig länger Zeit lassen sollte. Wir sind es - nicht zuletzt auch wegen der noch kühlen Witterung - an einem Tag abgefahren (Mals -> Meran 70 km).

Übernachtungstipp in Mals: Hotel Hirschen

Von Meran aus bietet es sich an, das Passeiertal über den Dammweg an der Passer nach St. Leonhardt zu erkunden. Mit mäßiger Steigung geht es Richtung Jauffenpaß durch schon sattgrüne Wiesen vor großartigem Alpenpanorama berauf. (Hin und zurück 44 km)

Meran selbst ist auf die ältere deutsche Touristenklientel ausgerichtet. Aber das weiß man eigentlich schon vorher.

 

Nächste Etappe: Meran -> Bozen 40 km, eben, durch lauter Obstplantagen, schon etwas eintönig.

Ab Bozen ist der Radweg tatsächlich ein Radweg, der jedoch schnurgerade an der inzwischen gebändigten Etsch nach Süden verläuft. Man käme durch kaum ein Dorf, wenn man ihn nicht verläßt. Kaldern und Tramin sind einen Besuch wert (Bozen -> Kaltern -> Tramin 42 km).

Trento ist seit unserem ersten Besuch eine unserer Lieblingsstädte in Oberitalien geworden, wo wir immer wieder gerne Halt machen. Eine gepflegte Innenstadt, die historischen Bauwerke mit moderner Architektur zu verbinden weiß und viel Raum für Fußgänger und Radfahrer hat . Außerdem ist sie als IR-Halt auf dem Weg nach Deutschland gut angebunden. (Tramin - Trento: 55 km) T .

 

Summa summarum waren wir mindestens eine Woche zu früh dran, hatten dennoch schöne Frühlingstage - ob wir's nochmals machen würden??? Es gibt noch schönere Flecken in Italien!

Empfehlenswertes Buch: bikeline Etschradweg

 

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